Über ipsum

ipsum ist ein Verein, der Fotografie als Medium in der entwicklungspolitischen und interkulturellen Bildungsarbeit einsetzt. Das lateinische Wort ipsum bedeutet selbst.

 

Über kulturelle, politische und räumliche Grenzen hinweg stehen zwei Aspekte im Zentrum aller Initiativen:

  • Selbstausdruck
  • Austausch mit Anderen

Menschen werden ermutigt, sich mit ihrem Umfeld visuell auseinanderzusetzen. Sie erzählen ihre Geschichten aus der jeweils eigenen Perspektive. Im Austausch mit Anderen lernen sie sich neuer Blickwinkel bewusst zu werden und die eigene Situation zu reflektieren.

 

Die entstandenen Fotos werden durch interaktive Präsentationen und Workshops zur Diskussion gestellt. Vorurteile werden hinterfragt, Einblicke in vielfältige Lebenswelten vermittelt und eine Reflexion auf unterschiedlichen Ebenen provoziert.

 

Alle Aktivitäten, die ipsum seit 2003 realisiert hat, basieren auf einem bewussten und respektvollen Arbeiten mit Bildern.

 

Was macht ipsum?

Projekte

In langfristig angelegten Projekten arbeitet ipsum intensiv in Gruppen. Durch verschiedene Methoden werden die Teilnehmer_innen an das Medium herangeführt und erhalten Impulse zum selbstständigen Fotografieren im eigenen Alltag. In der Gruppe werden die Ergebnisse laufend präsentiert, betrachtet und diskutiert. Alltägliches erscheint in einem neuen Licht. Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten im jeweiligen Blick auf den Alltag werden sichtbar. Teilnehmer_innen wie Projekt­Leiter_innen sind in einen gemeinsamen Lern­ und Reflexionsprozess eingebunden.

Am Ende des Prozesses entscheiden die Autor_innen, ob und in welcher Form ihre Werke veröffentlicht werden.

Präsentationen

ipsum bietet mehrere Möglichkeiten zur Veröffentlichung der Bilder: In interaktiven Ausstellungen und auf der ipsum­Website werden Betrachter_innen eingeladen mit den Bildern in Dialog zu treten. Es werden Interviews geführt, es wird in Fotos gezeichnet und geschrieben.

Workshops

Um die Auseinandersetzung mit der ipsum­Bildwelt zu vertiefen und daran anknüpfende Themen zu diskutieren (z.B.: Welche Macht haben Bilder und wie lese ich sie?), bietet ipsum individuelle Workshops für verschiedene Zielgruppen an.

 

Welche Ziele verfolgt ipsum?

Perspektivenwechsel

Die bewusste Annäherung an den eigenen Alltag (mit Hilfe der Kamera) macht Verborgenes sichtbar. Die individuelle Erfahrung wird mit der der Anderen ausgetauscht. So werden innerhalb der Gruppe Motive, die alle berühren und betreffen greifbar. Im Sinne einer generativen Bildarbeit  dienen die ipsum­Methoden als Werkzeug zum Erforschen von Lebenswelten. Fotografische Praxis wird als Emanzipationstool für die Auseinandersetzung mit dem eigenen Alltag eingesetzt.

Dialog

Durch den interaktiven Charakter der ipsum­Präsentationen werden Betrachter_innen angeregt, sich nicht nur über das präsentierte Bild selbst Gedanken zu machen, sondern auch über die Fotograf_innen, das Motiv und die Begleitumstände der Entstehung jeden Bildes.

Emanzipation

Der Interpretationsprozess wird permanent hinterfragt. So entwickelt der/die Betrachter_in eine kritische Position zur manipulativen Kraft von Bildern (wie sie in Medien transportiert und verwendet werden). Darin liegt die Chance sich Vorurteile bewusst zu machen, festgefahrene Denkmuster zu hinterfragen und einen neuen Blick auf den Alltag zu gewinnen.

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